
Veriff
Estonia
Warnhinweise aus der Recherche. Der früher zugeordnete Teilprozess FNOL liess sich in keiner Quelle bestätigen. Die Bewertungsangaben zur Series C weichen zwischen eigener Darstellung und Wikipedia voneinander ab. Es ist kein Versicherungsprozess belegt, es gibt weder eine Branchenseite noch eine Fallstudie für Versicherungen. Es existiert keine deutschsprachige Website und kein Standort im deutschsprachigen Raum.
Anmerkung aus der Prüfung. Die Liste der Teilprozesse bleibt leer, weil sich kein Schaden- oder Underwriting-Prozess belegen liess, insbesondere nicht das bisher vermerkte FNOL. Die aktuelle Mitarbeiterzahl ist offen, die jüngste belastbare Angabe stammt aus 2022. Ob einzelne Versicherer Veriff über Partner oder Marktplätze einsetzen, war nicht zu prüfen.
Profil
- Produktlinie
- Identitätsprüfung, Dokumentenprüfung, Proof of Address, AML-Screening, Biometrische Authentifizierung, Altersschätzung, Betrugsprävention
- Hauptsitz
- Estonia
- Land
- EU
- Gründung
- 2015
- Finanzierung
- Series A über 8,3 Millionen US-Dollar (2018), Series B über 69 Millionen US-Dollar (2021) unter Führung von IVP und Accel sowie Series C über 100 Millionen US-Dollar (Januar 2022) mit Tiger Global und Alkeon Capital. Die eigene Zeitleiste nennt zur Series C eine Bewertung von 1,5 Milliarden US-Dollar, die englische Wikipedia nennt 1,3 Milliarden US-Dollar. Erstinvestor war 2016 die Inbank, 2020 gab es eine Zwischenfinanzierung über 13,8 Millionen Euro.
- Grösse
- Über 500 Mitarbeitende laut eigener Zeitleiste, erreicht im Jahr 2022. Eine aktuellere Zahl veröffentlicht Veriff nicht, die Wikipedia nennt 230 für Mai 2020 nach einem Stellenabbau.
Was der Anbieter löst
- Fachbereich
- kein Fachprozess
- Enablerschicht
- Identität und Signatur
- Use Cases
- Für Versicherer wäre der naheliegende Einsatz die Identitätsprüfung beim Onboarding von Versicherungsnehmern sowie die Verhinderung von Identitätsbetrug bei der Schadenmeldung. Belegt ist das jedoch nicht, denn Veriff führt keine Branchenseite für Versicherungen und keine Fallstudie mit einem Versicherer. Die dokumentierten Einsätze liegen in Fintech, Kryptohandel, Marktplätzen, Mobilität, Gaming, Personalwesen und Bildung, etwa die Führerscheinprüfung für Carsharing in der Berliner Mobilitäts-App Jelbi.
- Technologie
- Veriff prüft Identitäten anhand amtlicher Ausweisdokumente, biometrischem Abgleich von Gesicht und Dokument sowie Videoanalyse und NFC-Auslesung bei elektronischen Dokumenten. Nach eigener Angabe deckt der Dienst über 230 Länder und Territorien sowie mehr als 12500 Ausweisdokumenttypen in rund 50 Sprachen ab. Die Plattform beantwortet drei Fragen, nämlich ob eine Person echt ist, ob sie vertrauenswürdig ist und ob später noch dieselbe Person hinter dem Konto steht. Die Betrugserkennung arbeitet risikobasiert auf Dokument-, Geräte- und Verhaltenssignalen.
Kunden und Referenzen in DACH
Ein namentlich bekannter Kunde stärkt zwei der drei Notenkriterien. Die DACH-Region zählt in der Kernnote dadurch doppelt.
- DACH-Bezug
- Kunde in DACH belegt
- Kundenbeleg
- Kein Kunde belegt
- DACH-Referenzen
- Es gibt eine Fallstudie zu BVG Jelbi, der Mobilitätsplattform der Berliner Verkehrsbetriebe für Berlin und Brandenburg. Veriff prüft dort Führerscheine für die Carsharing-Nutzung und verarbeitet die personenbezogenen Daten nach DSGVO-Vorgaben, die Zusammenarbeit besteht laut Fallstudie seit dem Start von Jelbi im Jahr 2019 und wird als laufender Einsatz beschrieben. BVG Jelbi ist ausdrücklich kein Versicherer. Eine Standortseite für Deutschland, Österreich oder die Schweiz gibt es nicht, die Standortliste nennt Amsterdam und London als europäische Orte. Eine deutschsprachige Website wurde nicht gefunden, angeboten werden Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Estnisch.
- Begründung Kundenbeleg
- Weder eine Fallstudie noch eine Partnerschaft mit einem Versicherer aus dem deutschsprachigen Raum ist dokumentiert, der einzige deutsche Kunde ist ein Verkehrsbetrieb.
Bewertung
- Nachweis der KI im Produkt
- Im Anwenderbericht https://aws.amazon.com/solutions/case-studies/veriff-case-study/ erklärt der Head of Data Science von Veriff, das Unternehmen pflege und entwickle mehrere hundert eigene Machine-Learning-Modelle gleichzeitig, darunter ein Kernmodell zur Dokumentenerkennung. Trainiert wird auf Amazon SageMaker, ergänzt um Amazon Rekognition für Gesichts- und Dokumentenanalyse, womit Machine Learning der Produktkern ist.
- Quellenlage
- 11 Quellen hinterlegt, 7 davon tragen die Bewertung. Einzelrecherche.
Marktstatus
- Status
- eigenständig
- Beleg
- Veriff betreibt veriff.com unverändert unter eigenem Namen mit Gründer Kaarel Kotkas als CEO, die Fallstudien-Sitemap wurde zuletzt im Mai 2026 aktualisiert und eine Fallstudie datiert auf Februar 2026. Es gibt nur Finanzinvestoren, kein Hinweis auf einen strategischen Käufer, eine Umbenennung oder eine Einstellung.
Herkunft und Zweitbewertung
Diese Felder stammen aus der Global-Liste und wurden bewusst nicht mit der Kernnote verrechnet, weil beide auf unterschiedlichen Methoden beruhen.
- Herkunft
- Global-Liste
- Capability Layer
- Identity, Signature & Evidence
- Phase
- FNOL, verification
- Scope
- Horizontal enabler
- Score Global-Liste
- 63 von 100
- Tier Global-Liste
- Tier 3
- Mapping-Kommentar
- Nur teilweise, Identitätsprüfung als Vorstufe der Schadenmeldung
- Empfehlung Triage
- vielleicht
- Begründung Empfehlung
- Europäischer Identitätsanbieter mit passender Regulatorik, aber ohne belegten DACH- oder Versicherungsbezug.
Quellen (8)
- 1https://www.veriff.com/company
- 2https://www.veriff.com
- 3https://www.veriff.com/about
- 4https://www.veriff.com/our-story
- 5https://en.wikipedia.org/wiki/Veriff
- 6https://www.veriff.com/case-studies/veriff-and-bvg-jelbi
- 7https://www.veriff.com/industry-sitemap.xml
- 8https://www.veriff.com/case-study-sitemap1.xml